Warum mich Wissenschaft fasziniert

Ich weiß eigentlich nicht, wie viele Menschen sich für das Thema Wissenschaft interessieren, wahrscheinlich genug, und dennoch werden viele wohl nicht in diesem Bereich tätig sein. In diesem Beitrag möchte ich darüber schreiben, warum mich die Wissenschaft fasziniert.

Siehst du den kleinen, leuchtenden Punkt im Beitragsbild? Der kleine leuchtende Punkte ist ein Blase im Wasser, kontrolliert durch ein stehendes Ultraschall Feld. Durch die Kavitation kollabiert die Blase und erzeugt eine extrem hohe Temperatur und ein Lichtblitz für wenige Pico bis Nano-Sekunden. Was da genau passiert? Das weiß die Wissenschaft nicht, noch nicht zumindest, zumindest steht es nicht weit oben auf der Prioritätenliste.

Ich finde das faszinierend, etwas so Kleines, unbedeutend für den Menschen, erzeugt durch den Druck, Wasser und Ultraschall mit Kavitation eine Blase, welche beim Kollaps Licht aussendet. Und wir haben keine Ahnung, warum 😀

Immerhin gibt es dafür eine Bezeichnung und einen Wikipedia Artikel: Sonolumineszenz und es nur bekannt, dass der Pistolenkrebs diese Fähigkeit besitzt. Die Entdeckung ist zumindest nicht so alt, 2001 hat Spiegel.de darüber berichtet.

Quasi direkt vor uns liegt die Antwort, und dennoch wird es wohl noch etwas dauern, bis die Wissenschaft hierfür eine Antwort findet.

Mein Interesse an der Wissenschaft

Bereits in jungen Jahren habe ich mich für die INT Fächer begeistert, eigentlich MINT, für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Nur habe ich für Mathematik mich in der Schule nie begeistern können, heute würde ich gerne die Formeln praktisch umsetzen. Denn während Mathematik quasi eine universelle Sprache ist, so wird in der Schule diese meist so trocken behandelt, dass es schwer dafür Begeisterung entwickeln zu können.

Ich kann mich noch gut an meine Schulzeit erinnern, wo wir Biologie hatten und auch wie mein Durst nach Wissen die Lehrer zur Verzweiflung trieb.

Eine Frage, die mir in der Biologie im Kopf geblieben ist, war, dass ich meine damalige Biologie-Lehrerin in der 8. Klasse der Sekundarstufe fragte, warum das Herz in eine Richtung pumpt und warum nicht in die andere. Ihre trockene Antwort „Weil es andersrum nicht geht“, kann man machen, ist aber nicht wirklich eine befriedigende Antwort.

In einem Vortrag über Organe, den ich damals gehalten habe, bei dem Punkt über Organtransplantation, erntete ich viele Lacher aus der Klasse, dass man in einer fernen Zukunft die medizinisch technologischen Möglichkeit haben wird, auch das Gehirn zu transplantieren.

Heute wäre eine solche Transplantation möglich, ist aber ethisch wohl so schnell nicht machbar. Die Lacher habe ich gekonnt ignoriert, denn man sieht es den Menschen an, welchen es an Vorstellungskraft mangelt und deren Blick auf Dinge, die man selbst nicht verstehen kann, als lächerlich abtut.

Vermutlich wird für die Verlängerung des Lebens der Menschen eher an den Chromosomen und den Telomeren geforscht, um die stetige Verkürzung dieser, zu stoppen oder zumindest zu verlangsamen, was gleichbedeutend ist, dass das Altern verlangsamt wird. Oder man wird zum reichen Vampir und kauft sich das Blut junger Menschen, gibt es ja auch in den USA, wer das notwendige Kleingeld hat. Ob nun ein Mäuse Experiment auf den Menschen übertragbar ist?

Pflanzen und erste Schritte im Labor

Durch meine Faszination für Biologie und Genetik, habe ich mich vor mehr als 15 Jahren für einige Sessions beim Grünen Labor in Gatersleben angemeldet, wo Kinder in die Biologie eintauchen konnten und unter Führung im Labor mit Eltern Experimente machen konnten. Hier 2 Bilder von Experimenten, die ich selbst im Jahr 2008 im Grünen Labor mitgemacht habe.

Obwohl ich diesen kleinen Versuchen schon lange entwachsen bin, bleibt die Faszination, auch sehe ich im Labor Kittel einfach zu gut aus 😅. Ein Versuch der mir in Erinnerung geblieben war, biologisch abbaubare Folie aus Kartoffelstärke, es war nicht sonderlich kompliziert und schon damals fragte ich mich, warum wir nicht gänzlich Kunststoffe auf biologisch abbaubare Rohstoffe umstellen könnten. Die Ergebnisse sah man im Labor schnell. Hier gibt es eine Anleitung, wie man diese Folie auf Basis von Kartoffelstärke selbst herstellen kann.

Natürlich ist Wissenschaft nicht für jeden etwas, manche wollen sich damit auch gar nicht beschäftigen, teils aus mangelndem Interesse und teils, vereinfacht gesagt, dass man sein Weltbild nicht ändern will.

Und das macht die Wissenschaft auch so besonders, man kann nicht etwas behaupten und die Leute sollen das glauben, nein, mit Peer-Reviews und Studien werden Ergebnisse der Wissenschaftler validiert und geprüft, und so geht der Diskurs vorwärts, der Wahrheit näher kommend.

Oder wie man auf der Startseite vom Grünen Labor in Gatersleben lesen kann:

Wer nicht neugierig ist, erfährt nichts.
— Johann Wolfgang von Goethe, (1749 – 1832), deutscher Dichter der Klassik, Naturwissenschaftler und Staatsmann

 

Federico.lembo, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

 

Geschrieben von Petr Kirpeit

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