Dating Apps als Gelddruckmaschine

Viele kennen Sie, viele nutzen Sie und nicht wenige zahlen dafür, Dating-Apps. Der Wunsch nach Liebe und einer Beziehung ist eines der natürlichsten Bedürfnisse der Welt und dank des Internets kann man auch Menschen auf der anderen Seite der Welt kennenlernen und sich verlieben, wäre da nur eine kleine Sache, die stören würde: Datings Apps die Geld verdienen wollen bzw. müssen.

Als Freund des gesunden Kapitalismus (nicht dem Raubkapitalismus ohne Sinn und Verstand alles auszunutzen), ist es logisch, dass Apps, die viel genutzt werden, entsprechend auch gewartet und finanziert werden müssen, Serverinfrastruktur, Energie, sowie Mitarbeiter und weitere Kostenpositionen müssen gedeckt werden. Auch ich nutze Dating-Apps und das muss kein Mann oder Frau verheimlichen, so nutzen es viele, doch man merkt, dass hier immer mehr ein Gefälle entsteht, das sich wirtschaftlich nicht mehr erklären lässt, und eher einem ausnutzen gleichkommt.

So ist der Abo Preis bei Tinder um mehrere Euro gestiegen, 25€ pro Monat, um die 8€ wenn man pro Monat, wenn man das Jahresabo bucht, bei 6,7 Millionen Abonnenten und 75 Millionen monatlich aktiven Nutzern, macht das Jahreseinnahmen von 167.500.000,00€, also 167,5 Millionen Euro. Und das ist schon ziemlich viel, dafür, dass man nur bisschen hin und her swiped und nicht mal sehen kann, ob die Person, für die man Interesse hat, in den letzten Tagen oder Wochen überhaupt online war oder die App noch installiert hat.

Aus meinem weiblichen Freundeskreis kommt sowas nicht selten vor, dass man einfach nur die App auf dem Smartphone löscht, aber nicht das Profil. Für mich als Entwickler und als Mann eine Katastrophe. Aus technischer Sicht werden unnötig Daten auf dem Server verbleiben, welche bei großer Anzahl an Nutzer zu einem großen Berg an Daten heranwachsen kann, zum anderen ist es ein Sicherheitsproblem, das, sollte mal der Account gehackt werden, rauskommen könnte, das man sich dort angemeldet hat etc. und als Mann natürlich ist es dann ärgerlich, wenn man weiß, dass es Menschen gibt (ich gehe davon aus das auch Männer dieses Verhalten praktizieren und den Account nicht löschen), die ihre Profile nicht löschen und so der Account als Geisterprofil vor sich hin vegetiert, mit alten Informationen und alten Fotos und für jemanden zumindest auf Tinder unscheinbar, ob diese Person noch dort aktiv ist oder nicht mehr.

Das Problem ist, dieses Profil kann jemanden bereits geliked haben und ist dann aber nicht mehr aktiv und hat die App gelöscht, später matcht man mit genau diesem Profil und schreibt hoffnungsvoll, nur um dann keine Antwort zu bekommen, wo dann auch mal der Verdacht aufkommt, dass man geghostet wird. Letztlich führt dies zu Frustration, und das aufgrund von Fehlverhalten bzw. dass man sich keine Gedanken über seinen Account macht. Oder ist es ein Verständnisproblem, dass man denkt das sein Account gelöscht wird, wenn man die App löscht? Wahrscheinlich tappe ich hier in einem Usability Missverständnis zwischen Entwickler und Nutzer.

Doch das ist nicht das eigentliche Problem, kürzlich bin ich bei Badoo darauf gestoßen, ich wollte einer Frau schreiben, welche im Nachbarort ist, eigentlich gut, doch dann der Hacken, wenn man der Person direkt schreiben möchte, muss man 200 Punkte bezahlen, was 1,99 € entspricht.

Diese „Masche“ habe ich schon bei unseriösen Seiten und vermeintlich echten Frauen gesehen, welche in Wahrheit natürlich bezahlte Moderatoren sind, kein Geheimnis, ein Blick in die AGBs genügt. Doch das hier nun auch seriöse Dating Seiten auf dieses Taktik aufspringen ist traurig, und dennoch wird man nun halt zahlen müssen, wenn man einer Person schreiben möchte. Warum oder aufgrund welcher Bedingungen das scheinbar nur bei einigen der Fall ist (um es gleich vorwegzunehmen, die Person ist echt, das Bild war wirklich aus der Nachbarstadt), ist auch nicht erkennbar.

Eigentlich sollte man diese ganze Dating-Apps wegwerfen, aber das ist realitätsfern, zu sehr lässt sich das Verlangen nach Liebe ausnutzen und damit Geld verdienen, natürlich hauptsächlich mit Männern, welche die große Liebe suchen.

Dating-Apps sind Gelddruckmaschinen, neben verschiedenen Extras wie zu sehen wie die Person aussieht, die Interesse an einem hat, muss man nun auch Geld bezahlen, je nach App, dass man überhaupt mit einer Person schreiben kann. Der Nutzer wird wie die Kuh gemolken und ausgequetscht, kein Wunder, dass Dating-Apps keinen allzu guten Ruf genießen. Es gibt auch im deutschen Raum Dating-Apps, welche psychologische Taktiken einsetzen, die man bestenfalls als unnötig betrachten könne.

Denn eine Taktik, die die Betreiber von Dating-Apps verwenden ist, dass man mehr vermeintliche Interessenten angezeigt bekommt, wenn das Premium-Abo endet, um den Nutzer anzufixen, nach dem Motto „Hey, schau mal was wir haben, da gibt es noch mehr die Interesse an dir haben, setz doch dein Abo fort…“, so ähnlich funktioniert diese Masche, da man so den Nutzer motiviert weiterhin für ein Abo zu zahlen, sicher, aus wirtschaftlicher Sicht lohnenswert, aber kritisch zu betrachten, wenn es sich hierbei um Fake Profile handelt oder Bots mit Fake Fotos, dann ist das eigentlich schon Betrug oder vortäuschen falscher Fakten um einen Vertrag zwischen Nutzer und Anbieter zu forcieren, zwingen ist hier nicht der Fall, niemand zwingt den Nutzer dazuzuzahlen, aber die Neugier treibt an, ein psychologischer Trick.

 

 

Geschrieben von Petr Kirpeit

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